If a cluttered desk is the sign of a cluttered mind, what is the
significance of a clean desk?
Laurence J. Peter
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Dann blogge ich mal wieder…
Hier ist wohl mal wieder ein Eintrag fällig. Oder aber ich muss diesen Blog den Gnadenstoß geben. So ein komatöses Dahinsiechen tut ihm nicht gut. Aber ich konnte ihn nicht besser pflegen und das aus vielen Gründen.
Meine Zeit habe ich mit Schreibprojekten ausgefüllt, weiter an einigen Manuskripten gearbeitet und meinen dänischen Blog gefüttert, Rezensionen geschrieben, an die 15 Brieffreunde gepflegt, stapelweise Bücher konsumiert und nun bin ich wieder in die Schreiberlehre gegangen.
Das sind die äußeren Ereignisse.
Doch ich brauchte auch Zeit mich wieder zu finden. Zum einem gab es Verlust und Krankheit in meinem näheren Umfeld und mein Vater verstarb im Februar. Das war vorhersehbar, aber wenn der Abschied dann eintritt, schlägt er uns doch – wenn nicht aus, so doch an.
Gerade jetzt bin ich gut mit den Vorbereitungen des 7. Geburtstags von Daniel beschäftigt. Neben der Familie kommt auch die ganze Schulklasse nach uns – 22 Kinder. Für eine ungeübte Mama wie mich ist das eine Herausforderung. Wie gut, dass dann der Baba auch da sein wird. Junior indessen hat ganz konkrete Vorstellungen. Die Reise geht – wohin wohl? Natürlich nach China. Logisch, dass da das Essen, Spiele und alles Drumherum chinesisch sein wird. Ohne zu viel zu verraten, so war die Aufgabe leicht zu lösen, denn fast alles haben die Chinesen erfunden – Eis, Fußball, Nudeln, Feuerwerk und vieles mehr. Mama dankt: XieXie.
Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie viel Zeit ich in diesen Blog investieren kann. Ich möchte es gerne, aber mein Tag hat bekanntlich nur 24 Stunden und ist meistens gefüllt, dass ich ohne Übertreibung mindestens 30 Stunden bräuchte. Aber ich lasse es auf einen Versuch ankommen. Jeder Tag ist ja bekanntlich ein neuer Anfang. Und da ich sowieso schon bei den Bekenntnissen meines Unvermögens bin, kann ich ja gleich mal weiter machen.
Ich habe mich in der seriösen Schule bei Lea Korte zu einem Dieb entwickelt. Momentan habe ich nichts anderes im Kopf als auf Wörtersafari zu gehen. Welche tollen Wörter gibt es in diesen Satz? Welche Verben sind aussagekräftig? Gibt es hier Substantive, die ich noch nicht kenne? Was ist mir überraschenden Adjektiven?
Nur zwischen uns: Eines meiner Lieblingswörter hat Marianne Fredriksson geprägt: „vorjahresgrau“ . Oder Nikola Huppertz’s „sockfuß“ ist auch genial.
Nun, auch spannende Vergleiche leihe ich mir aus. Nein, nicht um zu kopieren, sondern um mich von der Genialität anderer inspirieren zu lassen. Diese gesammelten Schätze werden dann nicht mehr auf Kärtchen oder Vokabelhefte (kennt die überhaupt noch jemand?) geschrieben. Wir leben im digitalen Zeitalter, mit Laptop, IPod oder E-Book, meine Damen und Herren. Diese Errungenschaften werden deshalb in den CUECARDS festgehalten, wo ich momentan ein persönliches Synonymwörterbuch herstelle.
Und mit dieser Forschertätigkeit kann man ja auch wieder Tage und Nächte füllen. Ach ja, ehe ich es vergesse – ich schmökere gerade „Sehnsucht nach Sansibar“ von Michaela Jary und noch ein paar andere Bücher. Rezensionen folgen natürlich.
Für heute genug. Ich muss…..SCHREIBEN.
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Blogwichteln bei Manon Garcia
Im Textreff, das Textinen als das beste Netzwerk der Welt benennen, haben wir diesen Advent Bloggewichtelt. Mein Beitrag ist hier zu sehen. Als ich Manon zugelost wurde, dachte ich erst: Was soll ich nur zu Hochbegabung schreiben – dem Steckenpferd und Forschungsgebiet von Manon? Schaut selbst, was dabei herausgekommen ist….
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Blanca Bousquets “Bis der Zufall uns vereint”
Jeder kann die Vergangenheit leugnen, aber niemand kann sie ungeschehen machen. Das erlebt Sergi, der bekannteste Moderator Kataloniens. Doch der Preis der Berühmtheit ist gross, denn Sergi vertuscht seine Herkunft, weil er auf der falschen Seite Barcelonas geboren wurde; dort wo Jugendliche nicht nur den Tag und die Zeit totschlagen. Doch die Vergangenheit holt Sergi ein; ironischerweise erwachen die Geister der Vergangenheit in einem Leichenschauhaus, wo er Cristina trifft, die ihm ihre Lebensgeschichte erzählt. Dabei, inmitten der Toten, werden die alten Geister zu neuem Leben erweckt, und Sergi erkennt, dass Taten Folgen haben.
„Bis der Zufall uns vereint“ ist ein bemerkenswerter Roman, in dem Busquets den Leser zur Verantwortlichkeit mahnt und für Vergebung plädiert. Nicht Hass befreit, sondern das Gespräch, welches dem Opfer eine Stimme gibt. Sergi und Cristina sind beide Opfer, doch gemeinsam finden sie den Weg in eine neue Freiheit. Ein bestechender Plot, unverwechselbare Charaktere und flüssige Sprache – dieses Buch hat alles, was gute Literatur fordert.
Blanca Busquets: Bis der Zufall und vereint. Broschiert. 192 Seiten. Deutscher Taschenbuch Verlag 2011. 13,90 €.
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Kennen Sie den Moleskine?
Eigentlich bin ich ein bescheidener Mensch. Ich brauche nicht viel zum Leben. Das Stadium der Sammler und Jäger habe ich längst überwunden.
Trotzdem komme ich in die Regression, sobald ich Wollpullover, Bücher und Hefte sehe. Ja, ich beichte es. Davon kann ich -zig Exemplare horten. Und sollte mein Gewissen mich ermahnen, dass ich wirklich keine Bücher, Pullis und Rollis brauche, dann wird mir dieser Geistesblitz entfliegen, wenn ich in einem Geschäft stehe und diese harten, dicken, dünnen, glatten oder kuscheligen Herrlichkeiten ins Auge fasse.
Mein Trick ist einfach. Ich meide Geschäfte. Aber beim Einkaufen fürs Christkind bin ich doch wieder mal – natürlich nur für meine wunderbare Familie – in ein Schreibwarengeschäft gestolpert…und fand ganz nebenbei ein wunderschönes Heft für alle, die Stift, Buchstaben und Kreativität lieben. Also genau für mich gemacht.
Kennt Sie das legendäre Notizbuch, den Moleskine? Ich schon. Aber noch nicht lange. Liebevoll wird das Notizbuch von Hand gestaltetet. Gut, Kalender gibt es auch; aber die habe ich nicht gekauft. Ehrenwort. Geben Sie es ruhig zu, ich habe mich beschieden inmitten des Kaufrausches und brauche gar kein schlechtes Gewissen zu haben.
Schon Vincent van Gogh und Hemingway hatten einen Moleskine. Und jetzt ich. Ich befinde mich in guter Gesellschaft. Das ist anregend. Wie wird meine Zukunft wohl aussehen? Das Buch ist ein einfaches Rechteck, mit einem Gummiband geschützt, und einer Innentasche. Perfekt für mich gemacht.
Bruce Chatwin taufte dieses Notizbuch ”moleskine”. Mitte der 80 Jahre verschwand es vom Markt, weil die Familienmanufaktur in Tours den Betrieb einstellte. Aber 1997 erweckte ein Mailänder Verleger ihn wieder zum Leben und so habe ich nun auch meinen Moleskine.
Neugierig geworden? Dann lassen Sie sich inspirieren auf www.moleskine.com.
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Wichtelzeit im Texttreff
In meiner Schule wurde gewichtelt, jedoch nicht nur mit materiellen Geschenken, sondern auch mit Aufmerksamkeit. Jeder Schüler zog den Namen eines Mitschülers und hatte damit die Aufgabe, diesen Menschen in der Adventszeit zu verwöhnen, ihm Gutes zu tun, zu helfen und zu beschenken. Egal, ob Stefan nun ein grossmäuliger Pausenclown war oder Xenia eine dröge Nuss. Und wenn man den Mitschüler noch nicht gut kannte, dann musste man eben alles tun, um die Vorlieben des zu Geschenkenden kennen zu lernen. Das Beste wurde von uns gefordert.
Ich habe diese Tradition geliebt, denn sie setzte nicht nur Adventszauber frei, sondern auch viel Kreativität, war mit Heimlichkrämerei verbunden und schuf neue Kontakte und Freunde. Niemand wollte als Wichtel entlarvt werden – das war der Sport der Beschenkten. Die ganze Adventszeit spekulierten wir, ob Anne Petra in die Handballgruppe gewählt hatte, weil sie sie nett fand oder weil sie wichtelte? Hatte Stefan vielleicht der Radiergummi in Klaras Schultasche geschmuggelt? Wer hatte in der Pause die Kinderschokolade unter den Heften auf dem Tisch versteckt und warum war die olle Mathilde plötzlich so freundlich? Nicht alle Rätsel wurden gelöst.
Dieses Jahr wird wieder gewichtelt. Aber nicht auf meiner Arbeit, auch nicht hier in unserer Minifamilie. Gewichtelt wird im weltbesten Netzwerk für wortstarke Frauen, dem Texttreff. Und zwar wird Bloggewichtelt.
Im Texttreff sind schreibstarke Frauen vertreten, also Autorinnen, Texterinnen, Lektorinnen, PR-Frauen und Frauen, die in irgendeiner Form mit Text zu tun haben. Viele von uns bloggen, und die Themenpalette ist so breit wie die Schreiberinnen. 45 Texttreff-Frauen mit 55 Blogs beteiligen sich an dieser Adventsaktion, wo die Blogs- und Blogschreiberinnen einander zugelost wurden. Herausfordernde Konstellationen haben sich ergeben, denn von Bücher- über PR- bis hin zu Fußball- und Motorradblogs ist fast alles dabei.
Und weil das Wichteln nicht anonym ist, kann ich heute schon verraten, dass ich für Manon Garcias Blog über Hochbegabung bloggen werde….und bei mir wird Sibylle Mühlke Texte aus der digitalen Textschublade servieren.
Viel Spass beim Stöbern im Texttreffblogs, wo alle Fäden zusammenlaufen – den natürlich auch Männer lesen dürfen!
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